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03.01.2018, 16:13 Uhr | Pressemitteilung
Dr. Christian Ehler (EVP/CDU): Der latente Antiamerikanismus von Ministerpräsident Woidke sorgt für außenpolitische Peinlichkeiten
Anlässlich der wiederholten Äußerungen von Ministerpräsident Woidke zu den US-Soldaten, die für die Nato-Operation in Osteuropa ab Frühjahr wieder vermehrt durch Brandenburg fahren werden, erklärte der Brandenburger CDU-Europaabgeordnete Dr. Christian Ehler: „Es ist unglaublich, wie Ministerpräsident Woidke mit seinen unüberlegten Äußerungen antiamerikanische Ressentiments schürt. Die Nato-Verbündeten halten den Kopf hin und Woidke spielt den Russlandversteher. Ein Besuch der Gedenkstätte in Potsdam würde ihm sicherlich helfen.“
Die Nato hat in Polen und in den baltischen Staaten mit ihrer Operation „Enhanced Forward Presence“ 4000 Soldaten stationiert, darunter auch deutsche und US-amerikanische. Daneben läuft eine eigene US-Operation „Atlantic Resolve“ für die Nato-Verbündeten in Osteuropa mit weiteren 4000 Soldaten. „Als stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments halte ich die jüngsten Äußerungen für unverantwortlich. Der Ministerpräsident sollte verstehen, dass es keine Sicherheit „à la carte“ gibt. Die Bündnispartner schützen Europa und Woidke formuliert verschwurbelte Gesprächsangebote an Wladimir Putin. Dabei befindet er sich in schönster Gesellschaft mit den Wirrköpfen der Gauland-AfD. Dies hat in der Vergangenheit bereits in der Nato für Kopfschütteln gesorgt. Woidkes Äußerungen gegen Nato-Bündnispartner sind mittlerweile nichts anderes als ein politischer
Skandal. Ich fordere den Ministerpräsidenten zu einem klaren Bekenntnis zu einer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und zur Mitgliedschaft in der Nato auf“, so Ehler weiter.

„Die Nato und eine Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Union sind der Garant für die Freiheit der westlichen Demokratien. Manfred Stolpe wusste den Wert der Wiedervereinigung und das Agieren der USA als unserem Verbündeten noch zu schätzen. Dass Ministerpräsident Woidke damit nichts anfangen kann, ist für mich beschämend, insbesondere vor dem historischen Hintergrund der Rolle der US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg, die mit vielen Opfern dazu beitrugen, dass auch die
Brandenburger heute in Freiheit leben können“, so Ehler abschließend.
11.01.2018, 14:28 Uhr